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Rückblende: 10 Jahre kurz.film.spiele

am Freitag, 6. September 2013

Der Open Air Sommer ist vorbei und wir kehren nun zurück in unser angestammtes Filmkunst-Lichtspiel-Theater. Wir tun dies nachdenklich, aber auch mit einer gehörigen Portion Feierlaune. Zu feiern gibt es das zehnjährige Jubiläum der Kurzfilmspiele, was an diesem Abend im Vordergrund stehen wird. Nachdenken müssen wir dennoch und mehr denn je über die Zukunft des Kinos in Zeiten der Digitalisierung. Darüber, wie wir uns dazu verhalten, würden wir Sie gerne informieren. Aber feiern müssen, dürfen und wollen wir trotzdem. Zwar nicht mit Musik und Tanz, dafür aber mit einer Menge schöner Kurzfilme. Wir kommentieren zehn Jahre Kurzfilmspiele, laden Sie zu einem Blick hinter die Kulissen ein und haben die eine oder andere Überraschung für Sie auf Lager. Zu beidem, liebe Gäste, möchten wir Sie herzlich einladen!

Das digitalisierte Kino hat heute einen technischen Stand erreicht, an dem die Vollautomation der Filmvorführung kein Problem mehr ist. Kinoketten brüsten sich damit, dass bis Ende des Jahres alle Vorführer entlassen sein werden. Wir mögen das nicht! Weder Kino noch Festival darf eine Maschine werden und die Menschen hinter den Filmen dürfen nicht anonym behandelt werden. Auch wenn die Kurzfilmspiele ein Kind der digitalen Revolution sind, werden wir – das KuFi-Team – den Abend dazu nutzen, vor Sie hinzutreten und Ihnen unsere persönlichen Lieblingsfilme zu präsentieren. Wir werden da sein, wir werden hoch und runtererzählen, aber wir werden uns kurzfassen. Versprochen!

Am 29. Oktober 2004 – im Jahr der Spiele von Athen – eröffneten die Kurzfilmspiele (mit einem Begrüßungsabend im Zebra Kino). Die Beamerlampe platzte noch vor Veranstaltungsbeginn. Das war der eigentliche Startschuss für ein Kurzfilm-Festival, von dem wir nicht ahnen konnten, wohin seine Reise führt. Heute können wir mit Sicherheit sagen, dass sie uns bis ins Jahr 2013 geführt hat, ungeachtet aller Medien-, Spielort- oder Personalwechsel.

Vielleicht sollten wir das – könnten Sie nun einlenken – am Festival selbst thematisieren. Leider werden wir dafür währenddessen keine Zeit haben. Das Festival gilt wie immer dem Kurzfilm und seinem Erfahrungsraum, den Filmemachern und nicht dem Blick auf uns selbst. Trotzdem heben Sie das Glas mit uns trinken Sie mit uns auf zehn Jahre Konstanzer kurz.film.spiele! Traurig aber wahr: Ein Festivaljahr entspricht einem Hundejahr!