Argentinien/Deutschland 2015; Regie: Anne Thieme; 8 Min.

Eine junge Mutter pflegt einen im Rollstuhl sitzenden Mann, der seine körperliche Unter- und finanzielle Überlegenheit ausnutzt. Zwei Formen von Interdependenz werden ausgestellt. Er körperlich hilflos und auf Pflege angewiesen, sie dem sozial höhergestellten Herrn ausgeliefert und vom Lohn abhängig. Das sollte, so Sozialromantiker, eigentlich ein ausgewogenes Verhältnis herbeiführen. Das stimmt allerdings nur, wenn man den machtmenschlichen Erfindungsreichtum vergisst.

Sonntag 2. Block (16:00 – 18:00 Uhr), 4. Film

Anne Thieme studierte an der Filmschule Wien und Filmregie an der Universidad del Cine in Buenos Aires. Weitere Werke von ihr sind: Bolsillo Vacío (2012) und More (2014).